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Singing Bowls and Planetary Bowls

Kriterien, anhand derer Sie alte von neuen Schalen unterscheiden können

Neue, getriebene Schalen besitzen meist eine relativ grob gehämmerte Oberfläche, in der einzelne Hammerschläge noch deutlich sichtbar sind. Die Metallstruktur ist oft porig und rau. Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Rand gelten. Bei neuen Schalen erscheint dieser eckiger oft sogar rau, wie gesägt oder mit einer Feile behandelt.

Alte Schalen wurden stets getrieben. Da sich Unebenheiten mit dem Alter der Schalen abschleifen, wird die Oberfläche mit zunehmendem Alter immer glatter. Es sind jedoch fast immer noch Treibspuren zu erkennen, außer bei sehr alten Schalen, die manchmal völlig glatt erscheinen können. Oft besitzen die Schalen kleine Verzierungen, wie eingeschlagene Punkte am Rand, umlaufende Linien und ähnliches. Bei alten Schalen sind diese Verzierungen durch den jahrelangen Gebrauch dann teilweise schon wieder abgeschliffen. Insbesondere an etwas erhabenen Stellen einer Schale sind solche Strukturen stärker abgeschliffen. So sind umlaufende Linien an manchen Stellen, die durch die etwas unregelmäßige Form der Schale höher liegen, fast oder gänzlich verschwunden.

Neue, gegossene Schalen, werden nach dem Guss in der Regel abgedreht, um Unregelmäßigkeiten zu beseitigen. Bei den einfachsten Schalen, z.B. den kleinen, schweren Schalen aus Nepal, ist im Zentrum der Schale oft ein kleiner Punkt zu sehen, an dem dir Schale beim Drehen gehalten wurde. Aber auch alte Schalen weisen zuweilen Drehspuren auf. Das kommt vor allem daher, dass alte Schalen, wenn sie sehr unansehnlich geworden waren, überarbeitet wurden.

Neue Schalen sind oftmals schwerer als alte, bei gleicher Klangqualität. Es ist einfacher, eine dickere Schale herzustellen. Außerdem werden Schalen nach Gewicht gehandelt, was einen zusätzlichen Anreiz darstellt, eine schwerere Schale abzuliefern. Insbesondere der Boden von neuen Schalen ist meist recht dick. Bei alten Schalen ist er oft sehr dünn, da sich der Boden am stärksten abnützt. Durch Schnipsen mit dem Fingernagel auf den Boden lässt sich anhand des Klangs die Dicke gut abschätzen.

All dies können nur Anhaltspunkte sein, es gibt Ausnahmen und es bedarf mittlerweile sehr viel Erfahrung, um alt von neu wirklich sicher zu unterscheiden. Nach Absprache wären wir bereit, Ihre Schalen für Sie zu begutachten und eventuell auch Planetentöne zu bestimmen.

Bis vor kurzem haben wir keine neuen Schalen gehandelt und planen, dies auch nur auf Vorbestellung zu tun. Neuware wird von uns in jedem Fall als solche gekennzeichnet werden!

Neben Klangschalen aus Metall sind heute auch so genannte "Kristallklangschalen" bekannt. Sie stammen aus den USA. Der Name ist etwas irreführend, da sie nicht aus natürlichem Bergkristall, sondern aus einer speziellen Glassorte gefertigt werden. Die matte äußere Oberfläche wurde durch Sandstrahlen erreicht. Beim Reiben entwickeln sie einen recht intensiven Ton. Beim Anschlagen hingegen klingen sie nur relativ kurz. Zudem sind sie leider sehr arm an Obertönen.

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